Mainkopf

Der Anfang

Gin Bottle Jazz Band

Seit April 1956 fand sich in Preußisch Oldendorf eine Formation zusammen, die begann regelmäßig zu proben. Im Haus Grupe (an der Spiegelstraße), in der Wohnung Bolte, imfeuerwehrgerätehaus und danach im Saal Deeke traf man sich. Man nannte sich "Gin Bottle Jazz Band" und spielte in folgender Besetzung:

Karl-Heinz Düsterberg und Fredel Schweinefuß (Trompete)

Rudolf Grönemeyer (Posaune)

Helmut Bolte (Posaune und Banjo)

Bernhard Uhle (Klarinette und Altsaxofon)

Ernst Wederz (Piano)

Horst Grönemeyer oder Helmut Spreen (Tuba)

Klaus Stratemann (Schlagzeug)

 

 

Im damaligen Saal Kappelmann spielte die "Gin Bottle Jazz Band" als Gastauftritte bei einigen der Winterfeste von Preußisch Oldendorfer Vereinen.

Bilder aus der Zeit vor der JazzClub-Gründung

Nachstehend einige Bilder aus Oldendorf in der Zeit vor der JazzClub-Gründung.

In Lübbecke gab es in der gleichen Zeit einige Bestrebungen, eine Jazzband zu gründen, dazu gehörten Gerhard Lückermann, Wilfried Schadow, Norbert Fricke, Gerhard Schalke, Rolf Brandau, Rüdiger Below und Rolf Wiemer.

 

Ende des Jahres 1956 gab es dann Bestrebungen, die aktiven Gruppen aus Lübbecke und Preußisch Oldendorf und die Jazzinteressierten aus der Umgebung für mehr Zusammenarbeit zusammenzuführen. In dieser Zeit führten intensive Gespräche zu mehr Zusammenarbeit.

 

Anfang 1957 gab es erstmalig gemeinsames Musizieren in Lübbecke und Preußisch Oldendorf. Danach wurde der Wunsch laut, einen Club zu gründen, in dem man auch über theoretische Fragen diskutieren konnte. Bekannt war, dass bereits 1953 in Minden ein Jazzclub gegründet worden war. Um Erfahrungen aus Minden zu bekommen, machten sich Rolf Wiemer und Bernhard Uhle im Mai 1957 auf den Weg zur Gastwirtschaft Beermann nach Minden-Hahlen. Dort traf man sich mit einem der Gründer des Mindener Clubs, nämlich mit dem angehenden Juristen und Sohn des Gastwirts-Ehepaares Christian Beermann, um Anregungen für eine Clubgründung zu bekommen und - besonders wichtig - Hinweise für eine Satzung zu erhalten.

 

Die Aufnahme dort war sehr herzlich und man bekam all das, was noch gefehlt hatte. Auch die Kopie der Satzung des Jazz Clubs Minden. Das war sehr wichtig, denn nun konnte man an eine Jazz-Club-Gründung in Lübbecke denken.

 

Jetzt zögerte man nicht lange und lud zu einer Gründungsversammlung mündlich und über die heimische Presse ein. Am Donnerstag, dem 25. Juli 1957, trafen sich 20 Jazzinteressierte um 19 Uhr im damaligen Bürgerpark-Café. Von der Zeitung "Freie Presse" (heute "Neue Westfälische") war k.-E. Bröer anwesend. Als Versammlungsleiter wurde der Kreisjugendpfleger Karl Burbenker ernannt und folgender vorläufiger Vorstand gewählt.

Rolf Wiemer          1. Vorsitzender

Bernhard Uhle       2. Vorsitzender

Friedel Brych         Kassierer

Dieter Thase         Schriftführer

Der vorläufige Vorstand legte einen Satzungsentwurf vor, dessen Eingangspassus - von der Presse eingehend kommentiert - lautet: "Die Beschäftigung mit betont kommerzieller und rein arrangierter Tanzmusik wird abgelehnt". Der jährliche Mitgliederbeitrag wurde auf 10,- DM festgelegt. Herr Burbenker sagte zu, sich um einen Raum für regelmäßige Clubabende zu kümmern.

 

Die weiteren Veränderungen im Vorstand findet man in der Tabelle auf Seite 00.

Schon recht bald waren seine Bemühungen erfolgreich. Jeden Donnerstag um 20.00 Uhr konnte man sich im katholischen Jugendheim am Niederwall (damals Wallstraße) zu Kurzreferaten mit Schallplattenspieler treffen. Das große Ziel war allerdings ein eigener Clubraum.